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Brauche ich ein Rezept oder eine Überweisung?

Nein, das brauchen Sie nicht.

Welche Krankenkassen zahlen Heilpraktikerleistungen?

In der Regel zahlen gesetzliche Krankenkassen - wenn überhaupt - nur in sehr begrenztem Umfang Heilpraktikerleistungen. Informieren Sie sich dazu am besten bei Ihrer Krankenkasse. Darüber hinaus gibt es jedoch eine Vielzahl von privaten Zusatzversicherungen auf dem Markt. Um sich im Dschungel der Angebote nicht zu verirren, kann ich Ihnen gerne zwei Versicherungsmakler nennen, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben. Ich erhalte dafür keine Provision, sondern bin nur daran interessiert, dass Sie einen Teil Ihrer Kosten zurückerstattet bekommen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Arzt und einem Heilpraktiker?

Ein Arzt hat ein umfängliches Studium der Medizin absolviert und anschließend eine Facharztausbildung gemacht. Während des Studiums erlernt ein Arzt schulmedizinisches Wissen. Später kann er im Rahmen einer mehrmonatigen Fortbildung die Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren erlangen. Darüber hinaus kann ein Arzt beliebig viele Fortbildungen machen, prinzipiell auch im naturheilkundlichen Kontext.

Ein Heilpraktiker darf nur dann praktizieren, wenn er vor einem Gesundheitsamt eine umfangreiche Prüfung abgelegt hat, in dem er gezeigt hat, dass er über umfangreiche schulmedizinische Kenntnisse verfügt, um keine Gefahr für die Volksgesundheit darzustellen. Fähigkeiten und Wissen im naturheilkundlichen Bereich sind nicht Thema der Überprüfung. Wissen und Methodenkompetenz über alternative Behandlungsansätze erwerben Heilpraktiker entweder im Rahmen einer mehrjährigen Vollzeitfortbilung oder im Rahmen von Einzel-Fortbildungen.

Zusammenfassend: Arzt und Heilpraktiker verfügen beide über schulmedizinsches Wissen, jedoch in unterschiedlicher Tiefe. Beide können sich im Bereich der Naturheilkunde nach eigenen Wünschen weiterbilden. Insofern kann keinem von beiden per se ein Vor- oder Nachteil in Bezug auf alternative Behandlungsansätze attestiert werden. Entscheidend ist, wie umfassend und qualitativ hochwertig die jeweiligen Weiterbildungen waren.

Was kann der Heilpraktiker besser als ein naturheilkundlich arbeitender Arzt?

Auf den ersten Blick mag es so erscheinen, als wenn der Arzt mit naturheilkundlichen Zusatzqualifikationen die bessere Wahl wäre, doch gibt es einige Aspekte, die Heilpraktiker zu der interessanteren Wahl machen können:

  • ein Arzt mit einer normalen Praxis führt einen Großteil der Zeit schulmedizinische Behandlungen durch. Somit ist fraglich, inwieweit das Wissen aus den alternativ-medizinischen Fortbildungen noch präsent ist und inwieweit es tägliche Erfahrungen mit diesen Ansätzen gibt. Oft wird man als Therapeut nur dort richtig gut, wo man häufig seinen Fokus hat.
  • die schulmedizinische Ausbildung hat nicht nur Vorteile. Manchmal mag es schwer fallen sich für Themen zu öffnen, die weit vom wissenschaftlichen Weltbild entfernt sind, wie z.B. bei der Quantenheilung. So werden für den Patienten eventuell hilfreiche therapeutische Ansätze nicht genutzt.
  • Ärzte sind meist entweder auf den Körper oder die Psyche spezialisiert. Für Heilpraktiker gehört die Thematisierung von beidem und deren Wechselwirkungen zum ganzheitlichen Grundverständnis.
  • falls keine (Zusatz-)Versicherung besteht, müssen die Honorare privat gezahlt werden. Hier sind die Arzthonorare häufig deutlich höher angesiedelt.

Letztendlich entscheidet immer auch Ihr Bauchgefühl bei welchem Therapeuten Sie sich besser aufgehoben fühlen.